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Praxistest QuarkXPress 2017

Praxistest QuarkXPress 2017

Am 24.5 wird Quark die neue Version seiner Publishing-Software QuarkXPress launchen. Wir sind gespannt, ob QuarkXPress 2017 die großen Erwartungen erfüllen kann, die man bestimmt nicht nur von Seiten des Mutterkonzerns in Denver, Colorado, hegt.

Nach eigenem Bekunden ist QuarkXPress ist die führende Grafikdesign- und Seitenlayout-Software für Kreativprofis. Hunderttausende Anwender weltweit schätzen die Qualität und Leistungsfähigkeit in der täglichen Arbeit bei der Erstellung von Print- und digitalen Produkten. QuarkXPress wurde auf der Basis einer 64-Bit-Architektur mit einzigartigen innovativen Funktionen entwickelt und behauptet sich heute auf dem Markt als modernste und effizienteste Design-Software.

Wichtigste Features der neuen Version sind laut Angaben des Herstellers die Einführung neuer Grafik- und Bildbearbeitungsmöglichkeiten, sowie die Verbesserung und Erweiterung der Text- und Typografie-Funktionen. Zusätzlich beherbergt das Programm viele Funktionen, die sich aus Wünschen der bisherigen Anwenderschaft speisen und ist noch besser in der Lage fortlaufende Innovationen im Bereich Digitales Publishing produktiv zu begleiten. Für viele User ist sicherlich an dieser Stelle ebenfalls sehr wichtig, dass sich der Hersteller im Gegensatz zum Mitbewerber Adobe entschlossen hat, sein unbefristetes, lebenslanges Lizenzmodell beizubehalten.

Bevor wir gemeinsam einen Blick auf die neuen Funktionen werfen, möchte ich ein paar Worte darüber verlieren, warum ich – bisher zugegebenermaßen immer seltener – überhaupt noch QuarkXPress nutze.

Nur für Zeitzeugen der digitalen Steinzeit?

Ich benutze QuarkXPress seit 1994 – wenngleich seit 5 Jahren eigentlich nur noch, um gelegentlich aus alten Dokumenten neue PDFs zu erzeugen. Bevor ich QuarkXPress benutzte habe ich sogar noch mit Aldus Pagemaker gearbeitet, weil damit die Redaktion des Stadtmagazins arbeitete, bei dem ich damals mitmachte. Für die Kids da draußen: ja, damals gab es sogar schon Photoshop, das immerhin ab Version 2.0 auch den CMYK-Farbmodus unterstützte – wenn man sich einen Farbbildschirm leisten konnte. Genug Geschichten aus der digitalen Steinzeit.

Kompatibilität, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit. Bis heute.

Ich habe dann angefangen mit QuarkXPress zu arbeiten, weil jeder das tat. PDFs gab es noch nicht, wer Grafikdateien erzeugte, musste diese Dateien (zusammen mit allen verwendeten Bildern und Schriften) in ein Lithostudio geben, um davon Filmbelichtungen machen zu lassen, die man zur Erzeugung der späteren Druckplatten brauchte. Weil man darauf angewiesen war, dass andere Dienstleister die eigenen Dateien schnell und reibungslos weiterverarbeiten konnten, war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass JEDER QuarkXPress hatte.

Ein anderer Grund, warum ich wie viele andere damals gern mit QuarkXPress gearbeitet habe, war die Stabilität des Systems. Im Gegensatz zu heute konnte damals ein Programm den ganzen Rechner zum Absturz bringen. Und dann musste man einige Minuten warten bis man die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Kurz vor einer Deadline konnten so die Minuten, die man damit verbrachte, dem Mac und dem Programm, das man nutzen wollte, beim Starten zuzusehen, quälend lang werden. Damals brauchte allein der Mac sicherlich ein paar Minuten zum starten, von den Programmen einmal ganz zu schweigen. Kein Wunder bei 4MB RAM. Dennoch lief QuarkXPress stabil. Immer. Punkt.

Neben diesen pragmatischen Gründen hat es einfach immer Spaß gemacht, mit dem Programm zu arbeiten. Solide, komfortabel und logisch war der Umgang mit dem Programm. Vielleicht gab es einige Funktionen, die man vermisst hat, aber im Großen und Ganzen hatte man das Gefühl am Steuer des Mercedes unter den Layout-Programmen zu sein. Und dann kam der Lexus, resp. Indesign von Adobe.

Adobe InDesign versus QuarkXPress

Und Adobe hatte seine Hausaufgaben gemacht. Spätestens Version 2.0 konnte InDesgn alles, was Quark konnte und noch Einiges mehr. InDesign war – zumindest, wenn man auch Photshop nutzen wollte/musste – günstiger als das alte Layout-Schlachtschiff QuarkXPress, wurde häufiger aktualisiert und berücksichtigte die Wünsche der Anwender in punkto Verbesserung sehr viel stärker als der damals als etwas arrogant verschriene Konzern aus Denver, Colorado. QuarkXPress, der gute Stern (auf allen Straßen) sank ein wenig, ging aber aufgrund der Menge der aktiven Nutzer, die die Software überall auf der Welt hat, niemals unter. Im Gegenteil.

Quark hat sein Flaggschiff immer aktuell gehalten. War die Software ursprünglich nur zur Erzeugung von Print-Layouts geeignet gewesen, kam bald eine Web-Publishing Funktion und später sogar die Möglichkeit hinzu, die XPress-Layouts als Apps zu exportieren. Wie viele Anwender von diesen Funktionen Gebrauch gemacht haben, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass auch ich als eingefleischter QuarkXPress-User dennoch irgendwann zu InDesign wechselte. Nicht weil das Programm besser gewesen wäre, sondern weil ich darauf angewiesen war, gemeinsam mit anderen an Dokumenten zu arbeiten. Und diese anderen hatten InDesign, nicht Quark.

Dazu kam, dass man als Grafiker oder Layouter oder Wie-auch-immer-Kreativer natürlich nicht nur ein Layoutprogramm, sondern auch ein Bildbearbeitungsprogramm und vielleicht sogar ein Grafikprogramm mit mehr zeichnerischer Funktionaliät – Freehand-User, wo seid ihr heute? – benötigt. In diesem Zusammenhang war der Erwerb der Adobe Creative Suite, die neben InDesign auch noch Photoshop und/oder Illustrator nebst anderen hilfreichen Programmen einfach die bessere Wahl – mindestens bis zur Einführung des Adobe Creative Cloud Abo-Modells. Denn dass ich für die Nutzung der Inhalte, die ich heute selber erzeuge, in Zukunft bezahlen muss, um sie auch dann noch nutzen zu können ist, wie ich finde, eben nicht das Gleiche wie ein Spotify-Abo.

Zurück ins Hier und Heute: Quark hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Und wie bei jeder neuen Version bin ich neugierig und offen für die Überlegung, ob es sich vielleicht wieder lohnen könnte zu wechseln. Diesmal dann von InDesign zu Xpress.

Erste Eindrücke

Nach der Installation starte ich QuarkXPress 2017 zum ersten mal. Bereits nach ca 10 Sekunden (meine Hardware: MacBook Pro 15’’ mit Touchbar, 2,7GHZ i7, 16GB RAM) ist das Programm einsatzbereit. Das ist ziemlich genauso lange, wie auch InDesign zum Starten benötigt.

Beim Erzeugen eines neuen Dokuments kann ich mich zwischen digitalem oder Print-Layout entscheiden. Für digitale Layouts stehen einige Format-Presets für die gängigsten Geräte zur Verfügung. Ich will mich erstmal mit Print beschäftigen und prüfen, ob ich überhaupt klar komme. Erster Eindruck: links die Werkzeugleiste mit veränderten aber wiedererkennbaren Icons, unten die Maßpalette mit allen wichtigen Informationen zu Objekten und Boxen und rechts eine Reihe untereinander angeordneter schwebender Fenster, die man frei gruppieren kann. So kann ich arbeiten.

Da ich ein großer Freund des Arbeitens im Fullscreen-Modus teste ich natürlich sofort, was passiert, wenn ich den grünen Button zur Fenstermaximierung betätige und – Trommelwirbel – freue mich, dass das funktioniert. Zwar kann auch InDesign die Arbeitsfläche über den kompletten Bildschirm skalieren, aber leider vergößert es dann eben auch nur die Arbeitsfläche und hat die Tendenz in anderen Expose-Spaces im Weg zu sein. QuarkXPress hingegen meistert den Fullscreen-Modus tadellos.

Erstmalig(?) kann ich jetzt in QuarkXPress sogar die Farbe der Benutzeroberfläche wählen. Ich entscheide mich für Dunkelgrau, wahrscheinlich weil Quark dann so aussieht, wie ich es von InDesign gewohnt bin.

Neue Grafik- und Bildbearbeitungsmöglichkeiten

Als nächstes fällt mir auf, dass es eine eigenes Palettenfenster zur Bildbearbeitung gibt. QuarkXPress kann nämlich Bilder „nicht-destruktiv” bearbeiten. Das will ich doch gleich mal ausprobieren. Bildbox aufziehen – COMMAND-E funktioniert immer noch – und ein Bild importieren. Nach der Bearbeitung des Bildes bekommt die Box ein kleines Icon, das anzeigt, dass das Bild nicht mehr so aussieht wie ursprünglich. Ein Klick in dies Symbol ermöglicht die weitere Bearbeitung oder das Löschen der bisherigen Veränderungen. Sehr übersichtlich, sehr praktisch. Nagelt mich nicht drauf fest, aber mindestens 90% der alltäglchen Photoshop-Korrekturen lassen sich so direkt in QuarkXPress vornehmen. Das spart nicht nur Zeit, sondern vielleicht für viele Grafiker die Anschaffung eines Bildbearbeitungsprogramms. Ebenfalls praktisch: das neue Werkzeug zur Formatübertragung von Objekten, mit dem man schnell Attribute von einem Objekt auf ein anderes übertragen kann, ohne einen eigenen Objektstil erstellen zu müssen.

Verbesserung und Erweiterung der Text- und Typografie-Funktionen

Next Stop Textbearbeitung. Aus all den neuen Funktionen wie geschützten Textattributen, optimiertem Import aus Word, verbesserten Fußnoten und vielen anderen Features fällt mir ganz besonders der „Spaltenspanner/Spaltentrenner” positiv auf. Diese neue Funktion ist z.B. ideal, wenn man eine Überschrift in einem dreispaltigen Textrahmen über alle Spalten ausdehnen möchte. QuarkXPress bietet dafür nun die Möglichkeit, einen Spaltenfluss mit einem einzigen Textrahmen aufzuteilen oder zusammenzufassen, und dafür genügt genau
ein Klick. Das funktioniert übrigens selbst dann, wenn man einen vorhandenen Textrahmen oder sogar eine Spalte in mehrere Spalten aufteilen möchte. Ähnlich unspektakulär benannt wie „Spaltenspanner/Spaltentrenner” hat Quark die neue Funktion „Textschattierung”. Was diese aber in Wirklichkeit leistet, ist um so bemerkenswerter: Textschattierung dient zum Hervorheben eines einzelnen Wortes oder eines kompletten Absatzes. So kann die Schattierung (die Hintergrundfarbe eines Textes) auf vielfältige Art und Weise angepasst werden. Diese Hervorhebung bewegt sich dann selbstverständlich zusammen mit dem Text, wenn er geändert oder erweitert wird. Darüber hinaus kann man nun endlich Text mit oder ohne Schattierung umrahmen und diesen Effekt in eine Stilvorlage aufnehmen, um ihn automatisch anwenden zu können.

Digitales Publishing

HTML5-Publikationen als digitales Ausgabeformat kennt QuarkXPress ja bereits seit 2016. Mit der Software können pixelgenaue Layouts auf allen modernen Browsern für PCs, Tablets und Mobilgeräte erstellt werden, ohne dass der Gestalter dafür Programmierkenntnisse benötigen würde. Neu in der Version von 2017 ist die Möglichkeit, mehrere digitale Layouts unterschiedlicher Größe als einzelnes HTML5-Paket exportieren zu können. Ob allerdings digitales Publishing für den klassischen Quark-Nutzer ein attraktiver Anwendungsbereich oder lediglich nice to have ist, müssen andere entscheiden

Einmal kaufen, ein Leben lang nutzen

Was so selbstverständlich klingt, ist in Zeiten, in denen Software oder Inhalte häufig nur auf Basis von Zahlungen einer monatlichen Gebühr genutzt werden können, häufig keine Selbstverständlichkeit mehr. Nicht zuletzt Quarks direkter Konkurrent Adobe verpflichtet seine User zur monatlichen Zahlung einer Nutzungsgebühr. Natürlich mag es manchem vorteilhaft erscheinen, nie wieder größere Beträge für Updates o.ä. bezahlen zu müssen, aber die Vorstellung, dass ich ein Layout erzeuge, das ich in Zukunft nur auf Basis einer dauerhaften oder erneuten Zahlung nochmals benutzen kann, ist für mich mindestens problematisch. In diesem Zusammenhang macht Quark seinen Kunden das eindeutig attraktivere Angebot.

Zusammenfassung

Auch Benutzer, die vielleicht jahrelang nicht mit Quark gearbeitet haben, dürften keine Probleme haben, sich mit der neuen Version sofort zurechtzufinden. Eine (neue?) Chance hat die Publishing-Software in jedem Fall verdient. Die neuen Werkzeuge erschließen sich intuitiv und mit der integrierten Bildbearbeitungsmöglichkeit mausert sich QuarkXPress 2017 wieder zur echten Alternative für alle, die professionelle Layouts erstellen wollen, aber dies nicht auf Basis eines Abo-Modells tun wollen.

Apple 2015 – ein Blick in die Kristallkugel

Apple 2015 – ein Blick in die Kristallkugel

Das Jahr 2015 wird für Apple und Apple-Käufer ein ganz besonders spannendes Jahr werden. Einige interessante neue Produkte, wie z.B. das iPad Pro und das MacBook Air 12’’ werden wohl mit ebensolcher Sicherheit kommen wie ein neues iPhone.

Natürlich liegt ein ganz besonderer Fokus auf der Markteinführung der Apple Watch. Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass Apple sehr viele Exemplare davon verkaufen wird. Spannender ist die Frage, ob es dem Hersteller aus Cupertino gelingen wird, erfolgreich in das Preissegment von Premium Herstellern wie Rolex, Omega, Tag Heuer o.ä. vorzustoßen.

Desktops – auf dem Schreibtisch nichts Neues.

Beginnen wir mit dem kleinsten Mac: Der Mac mini hat als Door-Opener schon längst ausgedient, leistet aber als Server und kompakter Desktoprechner tapfer seinen Dienst. Spannend wird sein, ob Apple bei einer zu erwartenden Aktualisierung des Thunderbolt-Displays (auf vielleicht 5K Retina Display?) der Grafikkarte des Mac mini ein Update spendiert, um diesen neuen Bildschirm auch unterstützen zu können.

Der iMac hat bereits im letzten Jahr mit der Einführung des 5K Retina-Display Modells einen riesigen Entwicklungsschritt gemacht. Außer einer Modellpflege mit erweitertem Line-Up und eventuellen Preissenkungen sollten hier keine großen Veränderungen zu erwarten sein.

Auch an den Mac Pro sollten wir dieses Jahr keine allzu großen Erwartungen richten. Apple wird nach den Erfahrungen mit angespannter Liefersituation zum Start des Mac Pro gut daran tun, erst einmal abzuwarten, wie die weitere Marktdurchdringung verläuft. Eine richtige Entscheidung – zumal angesichts der erheblichen Anschaffungskosten für den Anwender die Bereitschaft, jetzt schon auf ein neues Modell upzugraden, relativ gering sein dürfte.

MacBook Air Pro?

Als sicher gilt, dass ein MacBook Air mit 12’’ die Produktfamilie der Apple-Notebooks erweitern wird. Zu Zeiten von Steve Jobs hätten dafür dass 11’’ und das 13’’ Modell sterben müssen, aber diese Zeiten sind vorbei. Beim MacBook Pro werden wir wie üblich die nächste Prozessorgeneration sehen und wahrscheinlich eine deutliche Preissenkung. Ein MacBook Air mit Festplattenkapazitäten von 1TB SSD oder mehr und Retina Display wäre sicherlich schön, aber ein solches MacBook Air Pro kommt wohl noch nicht in 2015.

iPad Pro kommt, iPad mini geht.

Das iPad mini (mit Retina Display) ist ein tolles Gerät. Zum Zeitpunkt der Einführung 2012 hätte ich prophezeit, das es langfristig, das größere iPad überflüssig machen könnte – erst recht nachdem ein Jahr später die Retina-Display Variante auf den Markt kam. Das iPad mini konnte alles, wofür das iPhone zu klein war und dennoch brauchte man nicht zwei Hände, um es komfortabel festzuhalten. Jetzt merke ich, dass ich es weniger und weniger in die Hand nehme, weil das iPhone 6 eine ausreichende Größe hat. Das gilt natürlich noch viel mehr für das iPhone 6 plus. Mit dem in der Pipeline befindlichen iPad Pro gibt Apple die Marschrichtung vor: the bigger, the better. Das iPad mini wird 2015 von uns gehen.

iPhone 6S oder iPhone 7?

Dass Apple 2015 den zweijährigen Zyklus bei der Veränderung des Formfaktors des iPhone ändern wird, ist sehr unwahrscheinlich. Da die Apple Watch ohne iPhone in der Tasche ziemlich blind und taub ist, muss sich Apple um den Absatz des iPhone nicht sorgen. Natürlich wird es trotzdem ein neues iPhone geben. Schnellerer Prozessor, bessere Kamera usw. – geschenkt, das nächste große iPhone Jahr kommt wohl erst 2016.

Apple TV – das Hobby wird zur Smarthome-Kommandozentrale

Die CES in Las Vegas hat es ganz deutlich gemacht: Smarthome oder das Internet der Dinge ist eines DER Themen für 2015. Bei der Überlegung, welches Apple-Gerät am besten geeignet ist, um als zentrale Gerätesteuerung für alle intelligenten Devices im Haushalt zu funktionieren, drängt sich die kleine schwarze Box förmlich auf. Sie ist mit 99,- Verkaufpreis verhältnismäßig günstig für Einsteiger und kann die Apple Smarthome-Schnittstelle HomeKit gut im hauseigenen Netz bereitstellen – 2015 bestimmt auch mit Sprachsteuerung über Siri. Dass eine solche Aufwertung des Apple TV Geräte wie Google Chrome Cast und Amazon Fire TV alt aussehen lässt, wird Apple eine zusätzliche Genugtuung sein.

I can hear music

Als sehr wahrscheinlich gilt, dass Apple, technologisch gestärkt durch den Zukauf von Beats nicht nur verbesserte Kopfhörer, sondern auch einen eigenen Musik-Streaming Dienst etablieren wird, um nicht länger Spotify, Deezer und anderen das Feld zu überlassen. Dass angesichts der Qualität des Katalogs und der Menge an Usern ein entsprechendes Angebot sehr schnell sehr erfolgreich werden kann, bezweifelt wohl niemand. Interessant in diesem Zusammenhang: ein iPod ohne permanenten Zugang zum Internet wäre dann nutzlos. Nach dem Aus des iPod classic im letzten Jahr ist also durchaus vorstellbar, dass iPod shuffle (nicht mehr zeitgemäß) und iPod nano (Apple Watch kann es besser) 2015 vom Markt verschwinden. Zurück bliebe dann nur der iPod touch, den es dann vielleicht ebenfalls wie auch das iPhone in verschiedenen Größen gibt.

Aus Mac OS und iOS wird Apple OS

Das letzte Mac OS Update auf Yosemite hat die Richtung vorgegeben. Mac OS und iOS verschmelzen langsam aber sicher miteinander. Der User will nicht länger zwei verschiedene Interfaces für seine Daten. Apple wird und muss dem Rechnung tragen, vielleicht gibt das Interface der Apple Watch hier sogar designmäßig die Perspektive auf den Schreibtisch der Zukunft vor: keine verschachtelten Strukturen, sondern jederzeit alle Daten im Zugriff.

Microsoft Software License Audit a.k.a. „blauer Brief“

Microsoft Software License Audit a.k.a. „blauer Brief“

bsa

Wenn ein Unternehmen einen sog. blauen Brief (in Form einer blauen Excel-Tabelle per E-Mail) erhalten hat, sollte man keinesfalls der Aufforderung nachkommen und damit eine etwaige Unterlizenzierung durch Ausfüllen der Tabelle beweiskräftig zugeben. Dies kann u.U. Strafzahlungen nach sich ziehen. Auch der Empfehlung, einen vorgeschlagenen Microsoft-Partner zum Audit hinzuzuziehen sollte man nicht folgen.

Falls eine Unterlizenzierung tatsächlich vorliegt, kann man diese durch Erwerb der fehlenden Lizenzen aus der Welt schaffen. Hierzu kann man sich eines Beraters des Vertrauens bedienen, der die Komplexität durch Virtualisierung und Private-Cloud-Strukturen durchschaut und korrekte Empfehlungen ausspricht. Wenn der Lizenzstatus überprüft und korrigiert wurde, kann man die Liste ausgefüllt an Microsoft zurücksenden.

Einfach ignorieren sollte man die Aufforderung durch Microsoft jedoch nicht. Das Unternehmen kann einen externen Wirtschaftsprüfer mit dem Audit beauftragen, dessen Ergebnis bei negativem Ausgang durchaus zur privatrechtlichen Haftung des Geschäftsführers bzw. Inhabers führen kann, da in diesem Fall von einem Vorsatz ausgegangen wird.

Das Risiko, einem Audit zu begegnen ist übrigens deutlich gestiegen, nachdem die BSA (Business Software Alliance) dazu übergegangen ist, eine „Belohnung“ für Hinweise auf unlizenzierte Software auszuschreiben und in einem (sehenswerten) Video auf ihrer Homepage unzufriedene Mitarbeiter ermuntert, ihren Arbeitgeber zu denunzieren.

 

https://www.microsoft.com/sam/de/de/default.aspx
http://www.bsa.org

Hintergründe zur iOS-Malware ‚WireLurker‘

Hintergründe zur iOS-Malware ‚WireLurker‘

Die Meldungen über die neu entdeckte Malware ‚WireLurker“ sind im Moment in den Medien und sozialen Netzwerken auf heavy rotation, wobei zum Teil auch unzutreffende Aussagen getätigt werden.

Es handelt sich hier um einen hochentwickelten Trojaner, der sich über mutmassliche Raubkopien chinesischen Ursprungs verbreitet. Er existiert im Moment nur in einer 64-Bit Variante und wird mit Installation der raubkopierten Software auf das System übertragen und dort als System-Prozess ausgeführt. Der Prozess bedient sich der Bibliothek libimobdevice und wartet, bis ein iOS-Gerät per USB an den Mac angeschlossen wird. Durch die Vertrauensstellung zwischen dem Mac und dem iOS-System kann der Trojaner dann die Seriennummer, Telefonnummer, den iTunes store identifier und andere Informationen auslesen und an einen entfernten Server übertragen.

Sofern das iOS-Gerät einem sog. jailbreak unterzogen und afc2 installiert wurde, gelangt weiterer bösartiger Code auf das Gerät, das auf das Dateisystem zugreifen und Informationen aus einer Vielzahl von Anwendungen (darunter Nachrichten, Kontakte, etc.) auslesen kann.

WireLurker bedient sich der sog. „Enterprise Provisionierung“ (einer Schnittstelle für Unternehmen zur Verwaltung einer größeren Anzahl von Geräten), daher reicht auch die aktuelle Maßnahme Apples, Zertifikate zu widerrufen, nicht aus – prinzipiell kann WireLurker selbst solche Zertifikate auf dem Gerät installieren bzw. ungültige durch neue ersetzen.

Da sich WireLurker offenbar gezielt um Informationen zur Identität des Gerätes bzw. des Inhabers bemüht, kommt als Zielgruppe des Trojaners die Identifikation chinesischer Softwarepiraten in Frage. Aufgrund der Bauweise muss die Malware als eine Art Basisprodukt, dessen Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, betrachtet und aufmerksam beobachtet werden. Durch intelligente Kombination von verschiedenen Techniken kann es die bestehenden Sicherheitsmechanismen erfolgreich umgehen, das macht es zu einer realen Bedrohung für iOS-Geräte.

Auf GitHub findet sich ein Tool zum Aufspüren von WireLurker:

https://github.com/PaloAltoNetworks-BD/WireLurkerDetector

Von dort muss aber nichts heruntergeladen oder installiert werden, es wird vielmehr ein Python-Kommandozeilenbefehl beschrieben, dass ein entsprechendes Script herunterlädt:

curl -O https://raw.githubusercontent.com/PaloAltoNetworks-BD/WireLurkerDetector/master/WireLurkerDetectorOSX.py

 

Danach wird das Script durch einen weiteren Befehl ausgeführt:

python WireLurkerDetectorOSX.py

 

Wer ganz sicher gehen möchte, kann die Vertrauensstellug seines iOS-Gerätes mit Mac OS X Computern zurücksetzen (–> Einstellungen –> Allgemein –> Zurücksetzen –> Standort und Datenschutz (alternativ: Netzwerkeinstellungen).

Weiterführende Links:

http://researchcenter.paloaltonetworks.com/2014/11/wirelurker-new-era-os-x-ios-malware/
http://www.libimobiledevice.org
http://www.zdziarski.com/blog/?p=2589

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